So... naja... eigentlich wollte ich davon ja nichts veröffentlichen da aber viele ständig nach meinen Texten nachgefragt haben...
HIER! Ein kleiner Ausschnitt:

Viel spaß beim lesen^^


1. Tag eins

Eines Tages wirst du mich eh verlassen!“ schluchzte sie in seinen Pullover. Er nahm ihren Kopf in die Hände und hauchte ihr ganz liebevoll zu „Ich werde dich nicht verlassen! Ich werde einer der Menschen in deinem Leben sein, die dich erst ganz zuletzt verlassen. Die dich bis zum Schluss lieben werden, Clara, ich bin immer für dich da gewesen, und werde es auch heute noch sein…“
„Aber Philip die Diagnose…“
„Ach… komm mir bitte nicht wieder damit! Ich liebe dich, ich brauche dich… selbst wenn ich dich füttern müsste werde ich an deinem Bett sitzen und darauf warten dass Gott meine Gebete erhört.“
Er verstand einfach nicht warum Clara so große Angst davor hatte dass er sie verlassen würde. Er liebte sie aus ganzem Herzen und so eine Krankheit konnte die letzten fünf Jahre nicht einfach so ungeschehen machen. Dafür hatten sie sich zu stark in sein Gedächtnis und in sein Herz gebrannt. Ohne wieder Willen konnte keiner ihm die Erinnerungen nehmen. Sie waren ganz für ihn alleine, und vielleicht für Clara.
Philip war ein sehr zurückhaltender unverstandener kleiner Junge als Clara ihn das erste Mal sah. Sie begeisterte seine ruhige Aura und wie er mit Menschen umgehen konnte. Das reinste Kennen- lernen- Paradies war es allerdings nicht, sie trafen sich das erste Mal in einer Disco nicht weit entfernt von ihrer Wohnung, The Broadway-Cast 34, zu Fuß also leicht zu erreichen. Damals wusste sie noch nichts von ihrer Krankheit… erst später… jetzt… sie trank auch damals schon keinen Alkohol, Philip dafür umso mehr. Er konnte einfach nicht die Finger von dem Alkohol lassen und schon gar nicht von Clara, also trank er, um seine eigene Persönlichkeit besser verleugnen zu können. Aber trotz dessen durchschaute Clara ihn und war hin und weg von seinem Antiegozentrischen benehmen. Am späteren Abend allerdings lief dich Sache nicht mehr so gut und Philip konnte kaum noch stehen.
„Du kannst ja mit zu mir kommen…“ hörte Clara sich selber sagen aber war sich nicht so ganz sicher ob sie dies auch so gemeint hatte. Was will man mit einem betrunkenen Fremden den man sozusagen von der Straße aufgabelt? Er willigte ein und Clara richtete ihm das Schlafsofa ein, stelle einen Eimer mit heißem Wasser daneben und als sie ihn grade rufen zu schien, lag er schon halb tot in ihrem Bett. Er sah aus wie ein Engel… so wie er da lag… mit seinem weißen Hemd auf dem weißen Bett und seinem hellen Teint, seinen dunklen Haaren und seinen rosigen Lippen. Sie legte sich dazu und kuschelte sich an ihn, sie fühlte sich ihm so nahe und geborgen, damals schon, sie spürte ihn, nein sie fühlte ihn. Sie fühlte seine innigen Gefühle, sie er zu verbergen schien…
Kennen gelernt in einer Disco…tse. Selbst Clara war sich am Anfang alles andere als sicher. Vielleicht ist es ein betrunkener Schwein, der nur darauf wartet bis sie schläft, dann aufspringt und was weiß ich mit ihr vor hätte. Aber irgendein Gefühl gab ihr ein wohliges Gefühl, etwas, was ihr vertrauen gegenüber ihm schenkte. Wie kann jemand böse sein, der aussieht wie ein Engel, so ein wunderschöner Engel.
Sie stützte sich auf, und strich ihm über sein gold- blondes Haar. Es war zu lang für ihren Geschmack aber perfekt zu ihm passend. Seine blauen Augen, sie waren so wunderschön und sie mochte am liebsten nie wieder von ihnen ablassen ihren Blick nie wieder senken, sie nie wieder hergeben. Er gehörte nun ihr, das nahm sie sich vor, und bevor sie sich noch in anderen Gedanken schwelgen konnte, schlief sie ein. Sie schlief ruhig, anders als die Nächte zuvor, beruhigter nicht alleine aufwachen zu müssen. Es war noch gar nichts sicher, aber ihr Gefühl…

Am nächsten Morgen, sie öffnete ihre Augen, schnellte nach oben, saß im Schneidersitz und sah, nichts.
Er war weg…
Er durfte nicht weg sein… sie hatte keinen Anspruch auf ihn, keinerlei hinsichten, aber sie hatten sich doch so gut verstanden.
Er konnte nicht einfach gegangen sein. Das wollte sie nicht wahrhaben. Halb entblößt rannte sie durch die Wohnung… sie schaute in jede Ecke, sie fing im Badezimmer an. Kein Philip…
In der Küche, kein Philip… im Schlafzimmer, kein Philip… verdammt noch mal…er muss doch irgendeine Spur hinterlassen haben. Vielleicht auf dem Toiletten Spiegel mit Lippenstift… nein, keine Nachricht… es wäre zu schön gewesen… kein Zettel, kein einziges Wort… er war weg… und sie kannte nicht einmal seinen richtigen Namen.
Voller Trauer ließ sie sich in den Wohnzimmersessel sinken. Er war gegangen, ohne ein Sterbenswörtchen. Wie traurig sie nun war. Und sie war sich doch so sicher… diesmal hätte es geklappt, ganz bestimmt…
Sie versuchte sich alles schön zureden, das regnerische Wetter, dass kein Essen im Kühlschrank war, und überhaupt alles.
In dem Moment ihrer Verzweiflung hörte sie, wie ein Schlüssel in ihrem Schloss umgedreht wurde. Sie hatte ihre Schlüssel nicht kontrolliert. „Philip?“
Die Haustür öffnete sich. Sie hörte schritte, sie sprang auf… rannte in den Flur… und wen sah sie da?
Ihre Mutter.
Schade, dachte sie sich, begrüßte ihre Mutter mit einem verzehrten Lächeln.
„Hallo mein Schatz.“
„Hi, Mum“ Clara zuckte mit den Achseln.
„Warum so betrübt?“ hallte eine dunkle Männerstimme zurück. Clara blickte auf, es war Philip. Er war wirklich wieder da. Ihre komischen Schlafeigenschaften hatten ihn also doch nicht abgeschreckt.
„Ich dachte schon du kommst gar nicht mehr!“ lief es ihr Tränen in die Augen.
„Ja, was glaubst du denn? Ich bin deine Mutter… außerdem muss ich mich nicht rechtfertigen ich war letzten Montag schon einmal hier.“
Clara beachtete ihre Mutter erst gar nicht, ging an ihr vorbei und lief in die Arme von Philip. Wie in Trance ließ er sie in ihnen verweilen, bis er ihren kopf hob, ihr einen Kuss auf die Stirn gab und ihr mit sanften Worten antwortete „ Natürlich komm ich wieder, so etwas Schönes und Liebes wie dich lass ich doch keinem anderen Mann über. Ich war nur kurz Brötchen holen…“ er holte Luft “… mein Schatz.“
„Ich sehe schon, ich bin hier wohl falsch! Einen schönen Tag noch“ ihre Mutter rümpfte ihre Nase.
Mein Schatz… er hatte sie gerade eben Mein Schatz genannt! Ein leichter Schauer überfuhr sie. Es war ein Gemisch aus Wohlwolle und Kälte. Sie fühlte sich so wohl in seinen Armen und schmiegte sich immer weiter runter bis zu seinem Brustkorb…
„Ich höre dein Herz schlagen.“ Er legte eine Hand auf ihren Nacken.
„Bitte lass mich nie wieder los! Bitte…“ sie erhob ihren Kopf und schaute intensiv in seine schimmernden Augen.
„Bitte lass mich nie wieder los…Philip…!“ sie fing an zu lachen „ Du wirst mich jetzt nie wieder los… das versichere ich dir! Es hört dich jetzt vielleicht komisch an, aber ich, ich fühle, fühl mich so richtig geboren bei dir, in deinen starken Armen, an deinen weichen, warmen Körper geschmiegt.“
„Ja…“ sagte er nur, mit einem missverständlichen Tonfall… was könnte er nur damit gemeint haben?
Ja…
Hört sich nicht gut an. Ja wie, finde ich auch, oder ein Ja wie, ist mir egal, ich will nicht, oder sonst was.
„Ja, so geht es mir auch“ ein Lächeln auf seinen Lippen.
Er sieht mal wieder perfekt aus.
Er wusste mal wieder nicht was er sagen sollte. Er wollte sie haben, einfach spüren, verdammt noch mal und vergrub seine Hände unter ihr Tshirt, während er sie küsste.


2. Tag siebenhundertzweiunddreißig


Ein verregneter Sommertag.
„Das war’s ja dann wohl heute mit unserem Picknick. Und ich dachte wir verbringen unseren Jahrestag heute ausnahmsweise mit etwas anderem außer wie jeden Tag bis Abends vor dem Fernseher zu sitzen. Schatz? Hörst du mir überhaupt zu?“ Clara sah ihn böse an.
„Ja natürlich Maus, aber was soll ich denn dagegen unternehmen bin ich Krösus? Ich kann keine Schlecht Wetter Wolken weg zaubern. Schön wär’s. Ich hab noch eine Überraschung für dich. Du wirst Augen machen, ich hoffe es gefällt dir?“ innerlich war Philip hin und her gerissen ihr jetzt schon alles zusagen, aber es sollte perfekt werden. Alles würde perfekt ablaufen, er würde ihr die Augen verbinden, sie in ei Taxi quetschen, in dem Restaurant ihren vorbestellten Tisch einnehmen und dann würde er…
„Och…bestimmt…! Wehe wenn nicht… sonst hast du doch bestimmt noch den Kassenzettel da, oder?“
„Na ja, wenn man das nur so einfach umtauschen könnte…“
„Wann bekomm ich es denn?“ Clara wippte neugierig auf dem Sofa hin und her…
„Och Schatz, warte doch bitte ein wenig ab.“ Er rümpfte die Nase, und kratzte sich an seinem Kopf.
„Aber du weißt wie sehr ich Überraschungen hasse, sag es mir…komm schon, los komm schon, man.“ Sie piekste ihm mit ihrem Zeigefinger in den Bauch so dass er zurückschrecken musste. Er wurde immer nervöser und langsam bildete sich ein kleiner Schweißtropfen auf seiner Stirn. Ein wichtiger Schritt in ihrem Leben, und alles andere sollte nebenbei her laufen, gut aussehen, und die Stimmung ein wenig untermalen.
„Hm… aber lass und jetzt auch etwas unternehmen, sie schmiss sich auf den Schoß des sitzenden Philips und wackelte mit ihrem Popo vorher.
„Go Philip, go, go, go Philip! “
Beide mussten lachen.
“Lass uns ein Eis essen gehen. Und ist nicht viel Kostspieliger als die Stromkosten des Fernsehers und der verschleiß des Sofas.
„Hm… na gut, überredet. Aber in einer Stunde müssen wir wieder hier sein, dann läuft „Dan and Drag“.“
In solchen Momenten hasste sie ihn, wie konnte er nur an einem solchen Tag daran denken Fernseher zu schauen. Sie hätte ihn umbringen können, natürlich nur Wörtlich gemeint. Schrecklich.
„Männer…tse…“ Clara verdrehte die Augen.
Sie verstand die Welt nicht mehr. Warum tut er so etwa andauernd? Er meint es zwar nicht böse, aber Clara störte es trotzdem. Sie störte es, wenn er unpünktlich war, seine Unpünktlichkeit trieb sie in den Wahnsinn. Sie wartete an einem Tag zwei ein halb Stunden auf dass er sie abholen würde. Sie kam grad von der Uni und es regnete in Strömen. Er war beim Fernseher schauen auf dem Sofa eingeschlafen. Wo denn auch sonst? Aber am schlimmsten fand sie einfach seine Gleichgültigkeit, ihr gegenüber, sich selber gegenüber uns allem anderen. Diese Verantwortungslosigkeit. Mit 26 Jahren sollte man so allmählich wissen wo man putzen muss und wann es mal wieder Zeit ist das Fahrrad zu schwingen und Einkaufen zu gehen. So ein Trottel. Aber ein lieber Trottel, ein ganz süßer kleiner Trottel. Claras Lieblings Trottel.
Beide schlüpften nun in die Jacke. Sie würde ihn bis zu der Eisdiele nicht antworten, oder anschauen. Er sollte selber merken, dass er wieder in seine vergangenen Gewohnheiten gefallen war. In sein, Abschalten und nichts interessiert Tief. Auf halbem Wege fiel es ihm dann auch auf.
„Es tut mir leid.“ Und schaute sie mit großen Augen an.
Aber Clara würde nicht so schnell nachgeben. Nicht bevor sie bei der Eisdiele angekommen waren, und er ihr eine Riesen Eistüte mit Schokolade gekauft hatte.
Die bekam sie auch. 2 Kugel, 3 Schokokugeln, 4 Schokokugeln. Wie gewohnt bekam sie davon Bauchschmerzen, aber das war es ihr Wert. Es war einfach zu lecker. Und allein dem Anblick konnte sie nicht widerstehen. Genauso wenig wie sie Philip widerstehen konnte. So wie er über der Brücke hing, sein weißes Tshirt hochgekrempelt, kurze blaue Jeans an…
Was für ein Knackhintern. Clara ließ es sich nicht nehmen darauf zu klatschen. Das war wiederum etwas, was Clara nicht lassen konnte und Philip nicht mochte.
„Au! Du kleine..“
„Ja…ja…was?“ sie grinste ihn nur schelmisch an. „Du kannst ja doch nichts dagegen tun!“ und leckte weiter an ihrem Eis das bis zur hälfte auf den Boden verteilt lag.
„Lass und wieder nach Hause gehen. Wir können ja auch den Umweg nehmen wenn du möchtest. Aber hier auf der Brücke zu stehen, ist genauso langweilig wie vor dem Fernseher, obwohl der einem noch Spiel, Spaß und Spannung beschert.“
Clara fing an zu lachen und stupste Philip in die Seite. „Süß bist du!“ und lächelte ihn liebenswert an. „Ja, dann lass uns jetzt nach Hause gehen. Aber wir gehen durch den Wald, ich hasse die Straße.“
Sie machten sich auf den direkten Weg. Arm in Arm stolzierten sie durch den Wald, wie ein frisch verliebtes Pärchen. Sie kicherten und hatten seit langem wieder so richtig Spaß zusammen.
„Sieh mal“ meinte Philip „Der Baum stumpf da im Wasser, sieht aus wie, DU!“ Und schon hatte er sich eine weitere Faust auf seinen Oberarm eingefangen. Clara lächelte zufrieden und siegesreich.
„Weißt, du… ich hatte schon so lange nicht mehr meinen Spaß. Das ist schon sehr lange her und ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wann wir das letzte Mal zusammen gelacht haben.
„Ja, du hast Recht, das ist schon eine Weile her.“
Sie sahen sich an…
„Aber heute ist ein schöner Tag, so mit dir, das Wetter ist perfekt, das Eis schmeckt toll… ich bin glücklich!“ sagte Philip und strich Clara durch ihre langen braunen Haare und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Sie schmieg sich an ihn „Ich liebe Dich, so sehr.“ Und schaute in seine Augen. Die in der der Sonne glitzerten und voll Freude waren.
So, wie sie da stand, bei ihm in den Armen, sie war glücklich. Sie waren glücklich, alle Beide. Wäre da nicht diese eine Sache. Diese verflixte Diagnose, diese blöde Krankheit, die dabei war das junge Liebesglück zu zerstören. Doch in diesem Moment dachte keiner der Zwei an ihr Schicksal. Wie auch? Clara ging es seit Tagen nicht so gut wie heute. Körperlich war sie heute auf einem Höchstpunkt. Sie hätte fliegen können, einen Hundert-Kilometer Lauf hinter sich bringen können oder einfach bei dem schönsten Spaziergang seit langem verweilen.
„Sie nur! Eine Hibiskus… dass es so schöne Pflanzen bei uns noch gibt.“ Clara trat einen Schritt Richtung Pflanze zu. Pflückte eine Wunderschöne rote Blüte davon ab und steckte sie sich in ihre Haarpracht. Vielleicht würden sie nie wieder so glücklich an dieser Stelle sein, vielleicht würde sie nächstes Jahr schon um diese Zeit…
Sie machten sich auf den nach Hause weg. Arm in Arm, sich gegenseitig anstrahlend und einfach nur Glücklich. Sie schwangen ihre Arme wie Zwei Verliebte Jugendliche an einem solchen Tag. Sie kam sich vor wie an ihrem ersten Date. „Weißt du, Phil? Mich erinnert grade alles so Schöne, so Bezaubernde hier an unser erstes Treffen. Du und Ich, beide unerfahren!“ Sie musste lachen. „Hach ja, das waren vielleicht noch Zeiten!“
Er lächelte ihr zu.
Ein schöner Tag!
„Ja, da hast du Recht. Dieser Weg. Dieses Eis. So wie damals hast du auch diesmal dein Schokolanden Eis. Und wie immer bist du am lachen! Aber unser erstes Treffen würde ich es nicht unbedingt nennen. Es war ja unser Zweites. Das erste, darauf möchte ich grade nicht zu sprechen kommen.“ Er sah ich in die Augen.
Sie antwortete“ Au, ja!“ und schlug sich auf den Kopf „ein komisches erstes Treffen. In einer Disko!“ beide lachten.
„Jetzt lass uns aber weiter gehen. Ich will noch duschen.“ Philip nahm ihre Hand und lief einen Schritt schneller so dass Clara kaum Chancen hatte hinterher zu kommen. Sie lies es zu. Sie lies sich wie so oft von ihm leiten. Vielleicht viel zu oft. Aber ohne ihn konnte sie auch nicht mehr. Er war ein Teil ihres Lebensinhalts und zwar eines der wichtigsten. Auch wenn er an und zu seine Männlichkeit vor seinen Freunden unter Beweis stellen muss. Sie liebte ihn, so wie er war, und er war gut, ja, er war ein sehr liebenswerter Mensch. Sie schlang ihren Arm um seine Hüften und presste ihn an sich. Drückte, kniff mit ihren Fingern in seine Hose, und hoffte dass er es als Aufforderung auffasste und langsamer lief. Pustekuchen. Der Mann im Haus hat hier wohl Wort wörtlich die Hosen in der Beziehung an. Auch mal fein ein solch seltenes Naturphänomen zu beobachten. Dachte sich auch Clara in diesem Moment und musste grinsen bei der Vorstellung wie Philip seine Hosen höher uns enger zog um seine Männlichkeit zu beweisen. Wie unfassbar süß Männer doch sein können. Nun vergrub sie ihre Hand in seine Gesäßtaschen und piekste ihn mit ihren Fingernägeln. Heute war sie voller Elan, sie tanzte wie ein Schmetterling neben Philip her und fühlte sich so leicht und beflügelt, sie fühlte sich endlich wieder lebend. Nicht mehr nur hinter Philip her leben, sie liebte ihn, er liebte sie. Das wusste Sie, allerdings plagten sie hier und da einige Zweifel, wie er mit ihrer Krankheit umgehen wird. Er hatte schon versucht ihr ständig klar zu machen dass er sie unendlich liebt, und dass er sein leben mit ihr leben wolle… dennoch schien es außerordentlich schwer für Clara, dies zu begreifen. Sie selbst wusste nicht, warum sie ständig diesen verdammten Zweifel an sich selbst und an der Liebe zu Philip besaß. Sie liebte ihn, ja so war es! Und es war beiden sofort klar, dass es in dieser Beziehung nicht schief gingen durfte. Claras Körper würde einen Beziehungsniederschlag sicher schwer mitnehmen. Ihr Körper war von den Medikamenten so gefressen, dass sie ohne sie, aber auch mit ihnen nicht weiter leben könnte. Und ein Gefühlschaos würde sie nur unnötig mitnehmen und aus ihren eingespielten Biorhythmus werfen. Philip bemühte sich wirklich sie nicht aufzuregen, nicht zu überanstrengen und bloß zu schonen.
An der Kreuzung von ihrer Gegenüberliegenden Wohnung, fiel Clara Philip erneut an den Hals und gab ihm einen Kuss, sah ihn an und gab ihm einen weiteren.
„ich liebe dich doch… das weiß ich“ sie hielt inne. „Merkst du dass ich dich liebe, ich meine, fühlst du meine Liebe zu dir.“ Philip sah sie erstaunt und zugleich traurig an. Was hatten ihre Worte zu bedeuten? Das verhieß nichts Gutes, wenn sie schon so anfing. Liebte sie ihn nicht mehr genug? Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Red schon, Clara, rede doch , verdammt. Ich halte es nicht mehr aus…
„Liebst du mich nicht mehr…“ platzte es nun aus ihm heraus.
„Natürlich liebe ich dich… ich weiß es zumindest! Ich brauch nur ab und zu eine kleine Bestätigung dass noch Gefühle da sind. Es tut mir leid dass ich dir das so offen gesagt habe. Aber ich dachte wir reden über alles und dann solltest du auch wissen über was ich mir zurzeit Gedanken mache. Ich will dich nicht verlieren, mein Schatz. Ich brauche dich doch…“ langsam lief ihr eine Träne die Wange herunter. Lange sagte keine mehr ein Wort. Sie blieben an der Kreuzung stehen, Hand in Hand. Wolken türmten sich auf und es schien als ob nur über ihren Köpfen die Welt zusammen brechen würde.
„Nein… klar… also ich meine… es war gut dass du mir das gesagt hast!“ Philip musste dennoch schlucken. Er hatte Verständnis dafür… es war nicht ihr erstes Mal und sie war immer noch mit ihm zusammen. Das seien doch nur Stimmungsschwankungen, redete er sich ein, und machte sich da auch keine größeren Gedanken mehr darüber.
Sie beugte sich wieder zu ihm rüber und gab ihm einen Kuss. In dem Moment fing es an wie aus Eimern zu regnen. Der Himmel weinte, über eine Offenbar endende Beziehung, auch wenn keiner von den Zwei es an dieser Stelle geahnt hätten.
„Oh Shit… wir werden ganz nass…“ Philip hielt seine Hände an ihren Wangen…
„…lass und jetzt nach Hause!“
Langsam wie unerwartet machten sie sich auf den weg über die Kreuzung, zu ihrer Wohnung.
Die Türschwelle Öffnete sich, beide traten ein… keiner von ihnen sagte noch etwas an diesen Tag. Sie ließen ihn einfach geschehen. So wie er war. Und machten sich keinerlei weitere Gedanken über die Zukunft. Was vielleicht Morgen sei, oder übermorgen…
Sie saßen auf dem Sofa, nass, arm in Arm, und genossen einfach den Augenblick, den ruhigen, entspannten Augenblick.
Bis… das Telefon klingelte.
Es war seine Mutter, mal wieder.
„Schatz…“ brüllte es aus dem Hörer „… oh Gott wie sag ich dir das nur bloß?“ seine Mutter klang verzweifelt, nach Worten ringend nach Luft bittend.
„was ist los Mum…?“





















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